Die Eichbäume

Einige Verweise zu weiteren Informationen:

Maria Hesse ; ”Die Eichbäume“ – ein Wendepunkt in Friedrich Hölderlins lyrischem Wirken

Zur Metrik hier ein 25 Seiten starkes PDF-Dokument

Aus den Gärten komm ich zu euch, ihr Söhne des Berges 
Aus den Gärten, da lebt die Natur geduldig und häuslich,
Pflegend und wieder gepflegt mit den fleißigen Menschen zusammen.
Aber ihr, ihr Herrlichen! steht wie ein Volk von Titanen
In der zahmeren Welt und gehört nur euch und dem Himmel
Der euch nährt und erzog und der Erde, die euch geboren.
Keiner von euch ist noch in der Menschen Schule gegangen,
Und ihr drängt euch fröhlich und frei, aus der kräftigen Wurzel,
Untereinander herauf, und ergreift, wie der Adler die Beute
Mit gewaltigen Armen den Raum und gegen die Wolken
Ist euch heiter und groß die sonnige Krone gerichtet.
Eine Welt ist jeder von euch, wie die Sterne des Himmels
Lebt ihr, jeder ein Gott, in freiem Bunde zusammen.

Oh daß mir nie nicht altere, daß der Freuden
Daß der Gedanken unter den Menschen, der Lebenszeichen
keins mir unwerth werde, daß ich seiner mich schämte,
denn alle brauchet das Herz, damit es Unaussprechliches nenne.

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