Eine poetische Performance

Die Sprache Hölderlins hat Michael Engelhardt im Großen wie im Kleinsten erforscht, Ergebnisse zu wissenschaftlicher Erkenntnis gefügt und vor allem: rhythmisch und streng analysiert, gesprochen, Verse gepflügt, den Acker durchfurcht.

Durch profunde Ausarbeitung der Metrik und der Klanglichkeit dieser Sprache, durch glasklares Denken und artikulatorische Exzellenz tönt Hölderlins Werk in schönster Weise.

Ein Höhepunkt seiner Arbeiten ist Engelhardts poetische Performance in Deutschlands Arthouse-Kinos, mit dem Titel:

Hölderlin : Sprache ! großes Kino.

Visuelle Übersetzungen von Rhythmus, Atem, Schritt und Metrik auf die Kinoleinwand erweitern die live gesprochene Gedichtrezitation. Da, wo das Publikum in guten Sesseln lauscht, wo es sehr dunkel werden kann, im Kino-Saal. Wo Zwischentöne schallen, wo der Fokus des Hörens und die „Augen der Inselwelt“ satt werden, da wird Sprache das, was sie sein möchte: abgrundtief schön. Das hat mit Gedichtrezitation, wie sie allgemein erwartet wird, nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Verse reiten, tanzen, flüstern, rufen und lautrer Laut. Ein Gesang aus Sprache.

Die Uraufführung war am Sa. 1. Feb. 2020 als Matinee um 12 Uhr im Kino Center Rhein Ahr in Bad Neuenahr und Tags drauf im Woki in Bonn. Im Lauf des Jahres folgten Absagen der Vorstellungen in Tübingen, Hamburg, Stuttgart, Luzern, Zürich, Heilbronn und Berlin.

Im August und September 2020 konnten vier Vorstellungen in Luzern und Zürich stattfinden, für das Jahr 2021 werden fortlaufend Kinosäle in der Schweiz und in Deutschland gesucht und gebucht.

Programm:

Die Eichbäume | Wie wenn am Feiertage .. | Brod und Wein | Der Jüngling an die klugen Rathgeber | Nachtgesänge | Friedensfeier | Menschenbeifall | Da ich ein Knabe war ..