BTHVN – HLDRLN

Friedrich Hölderlins sprachliche Gesänge haben zweifelsfrei die Augenhöhe der Kompositionen Beethovens. 

Niemand anders vor Hölderlin und niemand nach ihm hat es geschafft, die deutsche Sprache in Klanglichkeit, in Rhythmus und in geschichtsphilosophischer Konstruktion derart komplex und ästhetisch formvollendet niederzuschreiben. 

Schade, dass sich beide nie begegnet sind. Sie tun es aber, sich begegnen, nämlich heute.

Aus Schaden wird man klug.

Wie Hegel im Jahr 1770 geboren sind Beethoven und Hölderlin. Und immer und dennoch verbindet sie mehr, als uns heute bewusst ist: ihre Arbeitsweise am musikalisch-sprachlichen Material. Ihre unzähligen Skizzenblätter und Konvolute legen beredtes Zeugnis von ihrem Ringen nach formaler Perfektion ab. Beide treiben die Kunst der ‘Com-position’ im eigentlichen Sinn des Wortes auf die Spitze.

Dass im Sommer 2020 drei verschiedene Programme dargeboten hätten werden können, welche Hölderlin und Beethoven ineinander verweben, Rhythmus, Klang und Dynamik dieser beiden Tonsetzer mal verschmelzen, mal neben einander setzen, das wird hoffentlich der Beginn einer großen Freundschaft werden, ohne hätte oder so.

Signet Beethoven-Hölderlin


In lieblicher Bläue blühet | Heiliger Dankgesang
29. Aug. 2020, Lucerne Festival.

Große Fuge | Nachtgesänge
30. Aug. 2020, Lucerne Festival.

Bagatellen | Beethoven : Hölderlin
30. Aug, Lucerne Festival.